Wissenswertes über den Fahrzeugexport

Pkw-Export

Ihr Gebrauchtwagen hat die Hauptuntersuchung nicht bestanden und soll verschrottet werden? Handeln Sie nicht vorschnell. Auch Schrottautos können noch Verwendung finden. Durch einen Export ins Ausland treten viele Gebrauchtwagen ein zweites Leben an. Hier ausrangierte, scheinbar unbrauchbare Fahrzeuge haben in einigen Ländern noch einen hohen Wert. In diesem Blogartikel informieren wir Sie darüber, wie Sie Ihr Fahrzeug für einen Export vorbereiten. 

Geeignete Pkws für Afrika

Ein geringer Restwert und äußerliche Schäden sind für die Mehrheit der Einwohner Afrikas noch lange kein Ausschlusskriterium beim Gebrauchtwagenkauf. Der Großteil der Einheimischen besitzt nur geringe finanzielle Mittel und ist daher bereit, minderwertige und mangelhafte Fahrzeuge anzukaufen. Diese werden in der Regel so lange gefahren, bis sie nicht mehr fahrbar sind. Daher werden Autos mit starken Motoren bevorzugt. Marke, Model und Baujahr sind unmaßgeblich für die Kaufentscheidung. Hat Ihr Wagen bereits über 200.000 Kilometer Laufleistung, wird dieser oft weitere 10 bis 20 Jahre gefahren. Es ist nicht ungewöhnlich dass ein Wagen mit 200.000 gefahrenen Kilometern am Ende eine Laufleistung von 700.000 Kilometern hat. Ein Grund für die lange Lebensdauer sind unter anderem die Klimaverhältnisse in Afrika. Aufgrund der trockenen Hitze werden Autos nur selten von Korrosion zersetzt. Insgesamt fallen die Pflege- und Wartungskosten sehr gering aus. Eine besonders hohe Nachfrage besteht zudem, da das Verkehrsnetz in den meisten Regionen Afrikas schlecht ausgebaut ist. Wer von einem Ort zum anderen kommen möchte, ist von einem Fahrzeug abhängig. Besonders beliebt sind daher Mehrzweckfahrzeuge, da diese mehrere Personen gleichzeitig befördern können. Oft dienen größere Fahrzeuge als Taxi oder Kleinbus. In bestimmten Gebieten herrscht Linksverkehr, weshalb ein Export in diese Regionen meist nicht infrage kommt. Dass der Export ins afrikanische Ausland gefragt und erfolgreich ist, zeigen die Exportzahlen des letzten Jahres. Circa 100.000 Gebrauchtfahrzeuge wurde von Deutschland nach Afrika verschifft. 

Die optimale Vorbereitung

Möchten Sie einen Export durchführen, gibt es einige Vorbereitungen zu treffen. Damit das Zollamt Ihnen die Ausfuhr genehmigt, müssen Sie verschiedene Dokumente vorzeigen können. Dazu zählen der internationale Zulassungsschein, die Movement-Reference-Nummer, sowie Ausfuhranmeldung und -kennzeichen. Die Anmeldung erhalten Sie bei einem Spediteur oder einem Dokumentenservice. Diese kann Ihnen per Mail zugeschickt werden, wodurch Sie Zeit einsparen. Zusätzlich wird Ihnen die Movement-Reference-Nummer genannt. Anschließend beantragen Sie bei der Kfz-Zulassungsstelle die Ausfuhrkennzeichen, mitsamt des internationalen Zulassungscheins. Die Kosten für die genannten Papiere belaufen sich auf 30 Euro. Neben den ausgehändigten Papieren müssen Sie beim Zollamt den Kfz-Brief, die Movement-Reference-Nummer und eine Kopie des Ausweises des Käufers vorzeigen. Hat das Zollamt die Fahrzeug-Identifikationsnummer überprüft, wird die Ausfuhranmeldung abgestempelt. Nur wenn die Nummer auf dem Fahrzeug mit der im Kfz-Brief übereinstimmt, wird die Ausfuhr genehmigt. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie eine Vollmacht vorlegen. Im letzten Schritt wird die Ausfuhranmeldung beim Grenzzollamt ein weiteres Mal abgestempelt. Dort verlässt Ihr Fahrzeug das Land. Eine Bedingung für den Export ist, dass Ihr Wagen einen gültigen TÜV hat und für den Export bei der Versicherung angemeldet ist. Des Weiteren muss ein gültiger, unterschriebener Kaufvertrag vorliegen.